Fair am Berg

Begrenzte Ressource Fels

Die Ressource Fels ist begrenzt. Als Kletterer und noch mehr als Sanierer und Erschliesser von bisher unberührten Felslandschaften haben wir eine besondere Verantwortung, damit die letzten Wildnisinseln unserer Berge auch wirklich wild bleiben. Richten wir eine Route mit Bohrhaken ein, werden die Spuren und möglicherweise die Folgen davon auch noch in hundert Jahren sichtbar sein. Auch kommende Generationen haben das Bedürfnis, ursprüngliche Landschaften zu erfahren und für sich zu entdecken. 

Zu Gast in der Wildnis

Wir sollten uns bewusst sein, dass wir beim Klettern in wilder, ursprünglicher Natur zu Gast sind und dass wir respektvoll mit diesem raren Gut umgehen müssen. mountain wilderness befürwortet eine breite Kletterkultur - Plaisirklettern und Clean Climbing haben nebeneinander Platz. Wir setzten uns für eine breit abgestützte Diskussion ein, wo und in welcher Form geklettert werden soll und wie stark Zustiegswege zu den einzelnen Gebieten ausgebaut werden. Wir sind überzeugt, dass nur mit einem breit abgestützten Konsens eine zielführende Entwicklung (für die verschiedenen Nutzergruppen) erreicht werden kann.

Verantwortungsbewusstsein statt Verbote

Für mountain wilderness sind rigorose Verbote der falsche Weg. Der Mensch soll die Möglichkeit haben, die Wildnis und die Natur zu erleben, er soll nicht von ihr ausgeschlossen sein. Dies bedingt einen verantwortungsvollen Umgang mit unseren Bergen, anstatt sie mit der Bohrmaschine und der Brechstange den menschlichen Bedürfnissen anzupassen.

Die Erstbegehungs- und Sanierungs- Charta für Felsklettertouren und die Merkblätter "Klettern & Natur" beinhalten Vorschläge, was wir unter einem nachhaltigen Umgang mit unseren Bergen verstehen. Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion und würden uns wünschen, dass in Zukunft verantwortungsbewusste Alpinisten diese Verhaltensrichtlinien respektieren und ihre Umsetzung fördern. 

Manifesto dell'Alpe Spluga — keewild! climbing days 2013

Herbsttage wie aus dem Bilderbuch. Goldene Grashänge, ein tiefblauer Himmel und eine glasklare Sicht auf die Walliser 4000er - die Alpe Spluga (1838 m) und die sie umgebenden felsigen Berge zeigten sich während der keepwild! climbing days 2013 von ihrer besten Seite. Vier Tage lang kletterten zwanzig Teilnehmer oberhalb des Valle Maggia im traditionellen Stil und zeigten vorbildlich auf, wie man Bergsport im Einklang mit der Natur erleben kann – festgehalten haben wir unseren Ansatz im «Manifesto dell’Alpe Spluga», welches von den über 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus dem In- und Ausland einstimmig verabschiedet wurde.

Manifest auf Deutsch

Manifesto auf Italienisch